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Eine Frühlingswoche im Winter

pestana-promenade-hotel-view-100Einmal mehr haben wir, Sylvia und Axel, uns im deutschen Winter vom 5. bis zum 12. Februar 2015 eine Frühlingswoche auf Madeira gegönnt. Mit Sonne, Meer, Pool, mit Levadawanderungen - aber auch mit Tierschutz. Hier ein kurzer Reisebericht, bei dem wir Sonne, Meer etc. ausblenden und uns auf den Tierschutz konzentrieren. Nicht, dass jemand die Winterdepression bekommt 000047-medium.

Am Samstag, dem 7. Februar, stand zunächst gemeinsam mit Lucia und Christiane die Blutuntersuchung bei Nespera, die von ihrer Pflegemama Andreia von Patinhas Felizes gebracht wurde, und der Besuch von Artéju bei VetMadeira auf dem Programm. Ersteres mit erfreulichem Ergebnis, Zweiteres mit - ja, womit?

   

Atréju ist wirklich eine arme Socke. Bilder sagen ja schon einiges, aber im echten Leben...

Im Laufe der Behandlung bei VetMadeira hat sich, neben der Herzwurmerkrankung, herausgestellt, dass Artéju an Tetanus leidet. Hunde erkranken sehr selten an Tetanus und bei Artéju ist es sicher dem extrem schlechten Gesamtzustand zuzuschreiben.  Er hatte Bisswunden und muss sich wohl bei einem Artgenossen infiziert haben. Glücklicherweise ist die Erkrankung noch nicht weit fortgeschritten und es sind derzeit "nur" die beiden Vorderbeine betroffen. Das rechte Bein hat sich infolge der Behandlung bereits stark gebessert, im linken Bein ist die Versteifung der Gelenke noch deutlich sichtbar.

Jetzt heißt es, sich zunächst der Tetanuserkrankung zu widmen und dann der Herzwurmbehandlung. Alles sehr zeit- und kostenaufwändig. Deshalb an dieser Stelle nochmals vielen Dank an alle Spender, die sich finanziell an der Behandlung von Artéju beteiligen.

Atréju ist ein tapferer, starker Hund, der die Behandlung stoisch über sich ergehen lässt, der jede Zuwendung dankend annimmt und der - wenn gesundet - der stolze und stattliche Hundebub sein wird, der er ehemals sicher gewesen ist. Und er wird denen ein treuer Freund sein, die es auch ihm sind.

Gemäß des geflügelten Wortes "Never make plans on Madeira" haben wir bei unserem Besuch bei VetMadeira zwei arme Seelen getroffen, die damals noch unter der Obhut von Ajuda e Alimentar Caes standen. Wir haben die Hilfe von Vamos lá angeboten, die zwischenzeitlich Gott sei dank angenommen wurde. Ihr findet die Beiden ab sofort auf unserer Seite. Ein kleines, zuckersüßes Mädchen und ein bedauernswerter Hundebub, dem das Schicksal übel mitgespielt hat.

Nach dem Besuch bei VetMadeira ging es gemeinsam mit Christiane zu Andreia und José die schon so viele Pflegehunde von Lucia hatten und noch haben. Wir besuchten Luigi und Georgie, die zwei Knutschkugeln, die am 17. Februar nach Deutschland kommen.

Aber wir besuchten auch Beauty, die Mama von Bella, Roxie und Rani.

Wir trafen Kenny, der schon so lange auf eine Familie wartet. Ebenso wie Marley und Max.

Es war ein sehr lebhaftes Treffen und deshalb war es nicht möglich, "schöne" Fotos zu machen. Viel wichtiger war es aber auch, alle Vierbeiner zu treffen.

Und wir absolvierten einen Spaziergang an der Promenade mit Samira und Samu. Während es bei Samira aufgrund ihres schwachen Herzens nun schon fest steht, dass sie auf Madeira bleiben muss, ist bei uns die Hoffnung sehr stark gewachsen, dass Samu es nicht muss, sondern darf. Er und Christiane sind nämlich ein sehr gutes Team. Und Samu ist auf dem besten Weg zu einem wohl erzogenen Madeirenser. Worum man ihn bei einem Spaziergang am Meer, bei Sonne und 18 °C - wir reden immer noch von Februar - ein wenig beneiden mag.

Am Montag stand der Besuch vom Le Petz auf der Tagesordnung. Es galt, die auf gepackten Koffern sitzenden Bonnie und Clyde, Santa, Ronny und Tito zu besuchen. Hier ein paar Impressionen:

 

Bonnie und Clyde sind ihrem Namen entsprechend ein tolles Team. Sie werden am 19. Februar nach Frankfurt fliegen, wo wir sie in Empfang nehmen werden. Die Beiden haben das Glück, gemeinsam zu Simone auf PS zu dürfen. Und mit noch mehr Glück finden wir vielleicht sogar ein gemeinsames Plätzchen für die Beiden.

Santa ist eine wunderschöne, mittelgroße Hündin. Sie ist nach wie vor Fremden gegenüber - uns daher auch uns - zurückhaltend. Aber sie ist neugierig und deshalb wird sich dies sicher bessern. Noch schneller würde es sich bessern, wenn wir eine tolle Pflegefamilie finden würden, die das nötige Umfeld und die nötige Geduld hat, um Santa Vertrauen zu Menschen zu geben.

Tito, der wuschelige Herr, ist ebenfalls ein Guter. Er wird demnächst kastriert und ist dann reisefertig. Er hat, wie damals Aponi, ein Kirschauge, das in Deutschland operiert werden muss. Auch für ihn brauchen wir daher eine "besondere" Pflegestelle.

Am Donnerstag war dann großer Flugtag. Garca brachte Ronny zu Lucia und dann ging es ab zum Flughafen. Dort trafen wir Nespera wieder, die von ihrer Pflegemama Andreia und dem Team von Patinhas Felizes begleitet wurde. Nespera war seit Juni letzten Jahres bei Andreia, weshalb der Abschied sehr tränenreich war. Wir wünschen Nespera für ihr Leben bei ihrer Familie ebenso viel Glück, wie Andrea Tränen vergoss.

Und dann hieß es für uns und unsere vierbeinigen Begleiter: Ab in den kalten Norden.

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